Die Schwellenländer bieten ein riesiges Wachstumspotenzial für den Online-Handel. Dem A.T. Kearney’s 2013 Global Retail E-commerce Index Bericht zufolge, ist die Online-Einzelhandelsbranche in den letzten fünf Jahren weltweit um 17 Prozent jährlich gewachsen. Ausgesprochen zugelegt haben dabei Lateinamerika (27 %) und der Asien-Pazifik-Raum (25 %). Technologischer Fortschritt und verbesserter Internetzugang gestatten E-Commerce-Unternehmen jetzt diese unerschlossenen Märkte anzubohren.  Dem 2013 erschienen Bericht „E-commerce in Developing Countries” der Welthandelsorganisation zufolge, „wird der kommerzielle Einsatz zukunftsträchtiger Technologien und Geräte die Nutzung fortgeschrittener Mobilservices erlauben, die wiederum viele neue E-Commerce-Möglichkeiten in den Schwellenländern entstehen lassen.

Wachstumsschmerzen
Verständlicherweise hat die explosionsartige Nachfrage einen enormen Druck auf die Transport-, Lager- und Vertriebsinfrastrukturen in diesen Schwellenländern ausgeübt. Für E-Commerce-Unternehmen, die sich auf diese Märkte einlassen möchten, bedeuten diese Umstände meistens Komplikationen. Aus der Fulfillment-Perspektive können sich überall Komplikationen ergeben: von der Logistikinfrastruktur über kulturelle Normen bis hin zu gesetzlichen Auflagen. Manche E-Commerce-Einzelhändler schrecken vor solchen Hindernissen zurück. Obwohl die Logistikengpässe bei der Entfaltung des E-Commerce in diesen Ländern größer als in den entwickelten Volkswirtschaften sind, bieten die Märkte in den Schwellenländern auch eine große Chance.

Fortschritte machen
In den meisten Schwellenländern befindet sich die Infrastruktur zur Unterstützung des E-Commerce-Markts noch im Entwicklungsstadium, trotz der bedeutenden Fortschritte, die zu verzeichnen sind. Dem oben genannten Bericht von A.T. Kearney zufolge führen China, Brasilien und Russland die Märkte der nächsten Generation an. In diesen Ländern ist die Nutzung des Internets gut eingebürgert und wird von großen Fortschritten, was Internetzugang, Logistikinfrastruktur und/oder Finanzierungssysteme betrifft, gefördert.  „Indem die Länder diese Voraussetzungen entwickeln – und jeder Markt strengt sich in diesem Sinne hart an – werden sie zu kritischen E-Commerce-Zielmärkten für den global agierenden Einzelfachhändler“, heißt es in diesem Bericht.

Glücklicherweise werden die Bedingungen dank der Unterstützung durch internationale Logistikanbieter, private Unternehmen und Behörden immer besser. 2011 beispielsweise investierte der Risikokapitalmarkt rund €128 Millionen in den E-Commerce-Markt in Indien. In China beabsichtigen Regierung und Privatwirtschaft die Entwicklung eines neuen, verbesserten Logistiknetzwerks. Dazu gehört auch der Bau einen landesweiten Warenlagernetzwerks, das der gigantischen Nachfrage des chinesischen Markts gerecht werden muss. Das Angebot an Online-Zahlungsmethoden in China hat sich mit wenigstens 20 verschiedenen Online-Zahlungsplattformen enorm erweitert. In Brasilien wiederum hat die Regierung sich, angesichts des Umfangs der Online-Wirtschaft, entschlossen, ihre Gesetzgebung anzupassen. Obwohl die brasilianischen Maßnahmen relativ unstabil sind und hohe Importsteuern vorsehen, verlangt die brasilianische Regierung zur Absicherung des Kunden nun eine Registrierungsnummer und die Bekanntgabe vollständiger Kontaktangaben von Online-Händlern. Auch in Russland bemüht man sich, den gesetzlichen Rahmen für den E-Commerce zu verbessern und die E-Commerce-Transaktionen zu vereinfachen. Diese Politik führte 2011 zur Verabschiedung eines föderalen Gesetzes über elektronische Zahlungssysteme sowie zu einschneidenden Änderungen des russischen Datenschutzgesetzes. Sie lesen mehr über E-Commerce-Entwicklungen in China, Brasilien und Russland in unseren Country Factsheets.

Die öffentliche Hand und die Privatindustrie spielen in den Schwellenländern eine herausragende Rolle bei der Entfaltung der Online-Wirtschaft. Beide müssen dafür sorgen, dass die Entwicklungen und die Vorteile des E-Commerce sowohl den Unternehmen als auch den Verbrauchern zugute kommt. Eine ganz wesentliche Förderung des E-Commerce wird mit einer geeigneten Infrastruktur und Gesetzgebung für den Online-Handel erreicht. In der Zwischenzeit müssen E-Commerce-Unternehmen sich auf Partner wie Landmark Global verlassen können. Partner, die auf den Schwellenmärkten zu Hause sind und die typischen Herausforderungen durch integrierte Mehrzwecklösungen bewältigen.

 

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