Die vier internationalen E-Commerce-Märkte, die wir hier vorstellen, zeigen, dass nicht nur China und Indien, sondern auch andere Schwellenländer ein großes E-Commerce-Potenzial besitzen. Sogar reife Volkswirtschaften wie Italien überzeugen.

Südkorea
Südkorea ist eine Volkswirtschaft, die von einer starken Währung, aufgeschlossenen E-Shoppern, einer hohen Kreditkartendurchdringung und der weltweit höchsten Breitbandverbreitung (97 %) profitiert (Gartner). Dicht bevölkerte Städte und ein gut funktionierendes Postnetzwerk ermöglichen eine schnellere und günstigere Lieferung als in den meisten andern Ländern. Südkoreaner erwerben die unterschiedlichsten Produkte im Internet. Besonders beliebte E-Commerce-Artikel sind aber Kosmetikprodukte (mit 68 % Einkäufern in dieser Kategorie für 2013), Kleidung (50 %), Reservierungen/Tickets (46 %) und EDV-Produkte (31 %) (Statista). Die begehrtesten Importgüter sind Computer, Kameras, Kosmetikprodukte, Handys, Kleidung, Gitarren, Dartpfeile und -scheiben, CDs, Uhren und Autos (DutyCalculator.com).

Italien
Trotz gesamtwirtschaftlicher makroökonomischer Herausforderungen ist der E-Commerce in Italien von 2008 bis 2012 um 35 % (CAGR) gestiegen (PayVision). Freizeitartikel, darunter Sportartikel, stellten 54 % der E-Commerce-Verkäufe im Jahr 2013 dar. Im Vergleich zum Vereinigten Königreich oder den USA ist die Auswahl im italienischen Online-Handel begrenzt, sodass sich Möglichkeiten in unterversorgten Kategorien eröffnen.

Die Smartphone-Durchdringung ist mit 41 % recht hoch (Google: Our Mobile Planet), bleibt im Vergleich zu den USA, dem Vereinigten Königreich und Frankreich aber zurück. Die Hälfte der italienischen E-Tailer investieren in Multi-Kanal-Marketing und bieten ihren Kunden alternative Zahlungsmethoden (PayVision) an.

Mexiko
Mit der weltweit schnellst wachsenden Internet-Durchdringungsrate (Internet Retailer) präsentiert Mexiko sich als einträglicher E-Commerce-Markt.  Die Zahl der Online-Käufer soll bis 2018 sprunghaft auf 114 % ansteigen (Forrester). Billiganbieter sind beliebt, aber vermögende Käufer sind in der Mehrheit (Forrester), weswegen sich Geschäftsmöglichkeiten im Luxusgütermarkt ergeben.

84 % der E-Shopper erledigen ihre Online-Einkäufe auf dem PC, 22 % kaufen mit dem Handy ein und 7 % mit dem Tablet. Häufig „beginnt das Kaufverhalten auf dem Smartphone oder Tablet“ (CIU report). 60 % der Kunden auf Gaudena.com, ein mexikanischer Bekleidungseinzelhändler, zahlen in Bar. Sie brauchen „unbedingt die Zahlungsoption per Nachnahme,“ sagt der Gaudena.com-Gründer Roberto Rodarte voller Überzeugung. „Diese Leute haben vorher nie bei uns eingekauft.“

Es lohnt sich, junge Konsumenten anzusprechen, da das Durchschnittsalter der Mexikaner bei nur 28 Jahren liegt, im Vergleich zu 42 Jahren im Vereinigten Königreich und 38 Jahren in den USA (CIA World Factbook).

Vereinigte Arabische Emirate
Der Wert des E-Commerce-Sektors in den Vereinigten Arabischen Emiraten soll sich bis 2018 von €1,96 Milliarden auf €7,83 Milliarden vervierfachen (Frost & Sullivan). „Es ist eine Frage der Zeit, wann der Impuls, Dubai mit smart-government- und smart-city-Funktionen auszurüsten, den E-Commerce endgültig beschleunigen wird“, sagt Sarwant Singh, Seniorpartner des Marktforschungsunternehmens.

Frühzeitige Marktpräsenz kann sich auszahlen, wenn die Internetanschlüsse steigen. Von Januar 2011 bis November 2013 hat die Zahl der Breitband-Abonnenten um 30 % zugenommen. Daraufhin erklärte der Generaldirektor des Kartellamts in den VAE, Mohammed Al-Ghanim, man sei besonders ehrgeizig, denn man wolle bald eine Breitbanddurchdringung von 100 % erreichen. Mit 78 % ist die Smartphone-Durchdringung vergleichsweise ebenfalls recht hoch (Nielson).

Die 0-%-Einkommenssteuer in den VAE kurbelt die Verbraucherausgaben – €162 Milliarden im laufenden Jahr, bis zu 7 % für das Jahr 2013 (Euromonitor) – in diesem vom Kaufrausch erfassten Land an.   In den VAE hat sich auch einer der größten Luxusgütermärkte etabliert, auf dem Verbraucherelektronik, Computerware und Schmuck besonders gut laufen (Ystats report).

Fazit
Da sie keiner stationären Einkaufsinfrastrukturen bedürfen, haben E-Commerce-Unternehmen schnelleren Zugang zu den Märkten in Übersee als traditionelle Einzelhändler. Landmark Global kann Sie bei der Eroberung ausländischer Online-Märkte bestens beraten.

 

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