In einem vorigen Artikel haben wir bereits erklärt, wie die Entwicklung des E-Commerce maßgeblich von Schwellenländern, u. a. und insbesondere von China, Russland und Brasilien angekurbelt wird. Wenn sich ausländische Unternehmen auf diesen Märkten niederlassen wollen, müssen sie die Logistik im Griff haben. Deshalb sollte man sich nach dem neuesten Stand der Logistik in diesen vom E-Commerce belebten Volkswirtschaften erkundigen.

China

März 2014: China überholt die USA und gilt als weltweit größter Online-Einzelhandelsmarkt. Von 2009 bis 2012 (Bain & Company, 2013) legt der E-Commerce in China durchschnittlich um 70 % zu und hält zudem unvermindert an. Während die chinesischen E-Commerce-plätze von zahlreichen lokalen und internationalen Retailern eingenommen werden, bleibt der Markt offen und wird die Logistik kontinuierlich verbessert. Die Mehrheit der großen Immobiliengesellschaften zählen wenigstens eine der führenden E-Commerce-Unternehmen zu ihren Mietern:„Yihaodian mit Prologis (für 100.000 m²), VIPshop mit Goodman in Tianjin, Amazon plant mit E-Shang und Global Logistics Properties (GLP)“, ergibt eine von Jones Lang LaSalle ausgeführte Umfrage im September 2013.
Die Ausgangslage für ausländische E-Tailer, die auf diesem Markt ansässig werden möchten, ist vielversprechend.

Russland

In Russland steht die Logistik erst am Anfang, aber es wird aufgerüstet. 2010 prognostizierte Vize-Premierminister Sergei Ivanov das Potenzial des Markts im Jahre 2015 auf ca. € 109,3 Milliarden (150 Milliarden US-Dollars). Der Online-Handel ist in den Händen russischer Einzelfachhändler, aber die Branche öffnet sich für ausländische Retailer, die ihre Anwesenheit auf dem russischen Markt selbst verstärken. Andererseits „sehen viele Experten für die nahe Zukunft den russischen CEP-Markt (Courrier, Express, Parcel) zunehmend unter dem Einfluss großer internationaler Konzerne“, die, verglichen mit russischen Unternehmen, den Ruf haben, wettbewerbsfähiger zu sein.Das gilt besonders für den Zugang zu Finanzmitteln und Technologien, wie aus einer 2010 von PwC ausgeführten Umfrage (Transportation & Logistics 2030) hervorgeht. Diese unterstreicht ebenfalls das Vorhaben der russischen Regierung, öffentliche-private Partnerschaften für die Entwicklung von Infrastrukturprojekten aktiv zu nutzen.

Brasilien

Eine erheblich gestiegene Nachfrage nach mehr E-Commerce (€ 14,3 Milliarden Verkaufsumsatz in 2013) in Brasilien stellt die 2014 durchgeführte Umfrage der Agentur Effiliation fest.   Die Logistikindustrie leistet rund 12 % des brasilianischen BIP im Jahr, meldet Ubifrance in Sao Paulo. Und unterstreicht, dass „die Untervergabe von Logistikoperationen steigt“ und dies der Entwicklung großer nationaler und internationaler Logistikdienstleister zugutekommt. Großveranstaltungen (FIFA-Weltmeisterschaft 2014, Olympische Spiele 2016) und die gestiegenen Investitionsströme, die diese kurz- und langfristig generieren, sollten dem Logistiksektor in Brasilien nutzen und das Wachstum der Online-Retailer stärken. Auf dieser Grundlage hat die brasilianische Regierung ein Wachstumsbeschleunigungsprogramm (PAC 2) eingeführt, das zwischen 2011 und 2014 Investitionen, insbesondere in Infrastrukturarbeiten, von R$ 958 Milliarden (ca. € 400 Mia.) voraussagt.
Diese drei Märkte werden daher enorme Geschäftsmöglichkeiten bieten.Die Entwicklung der Logistik parallel zum Wachstum des E-Commerce in diesen Ländern macht sie interessant für E-Tailer, die ihr Glück versuchen wollen.Sind Sie einer von Ihnen?Als Spezialist für maßgeschneiderte, grenzüberschreitende Lieferservicelösungen für E-Tailers umgibt Landmark Global sich mit zuverlässigen Partnern vor Ort, die diese Wachstumsmärkte wie ihre Westentasche kennen. Kontaktieren Sie unsere Teams. Sie beraten Sie bei Ihren internationalen Ambitionen.

 

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