Die zunehmende Smartphone-Nutzung, bessere Breitbandverbindungen zum Internet und das schnelle Wirtschaftswachstum haben auf den Schwellenmärkten in Südamerika, Asien und Osteuropa einen E-Commerce-Boom ausgelöst. Diese Tipps helfen Online-Händlern, die Märkte in den Schwellenländern anzugehen.

Allgemeine Tipps
Die Märkte in den aufstrebenden Wirtschaften mit niedrigen bis mittleren Pro-Kop-Einkommen können die aufkeimende Nachfrage bei zunehmender Kaufkraft nicht erfüllen. Hier ergibt sich eine Gelegenheit für E-Tailer aus Übersee. Meistens steigt die Nachfrage nach internationalen Konsumgütern schneller als die lokale Versorgung; Direktimporte tragen erheblich zum Online-Umsatz bei.  Ein zuverlässiger Logistikpartner zahlt sich dennoch aus, wobei man bei Zwischenhändlern darauf achten sollte, dass sie Importvorschriften nicht zu ihren eigenen Gunsten auslegen. Lokale Online-Märkte – z. B. Alibaba in China, Snapdeal in Indien und Ozon in Russland – sind willkommene Testmärkte und ergiebige Marktforschungsquellen. Nutzen Sie diese als Brücke zu den neuen Märkten.

Man kann auch dem GeekDeal-Inhaber Ron Moisant nacheifern, der in den Schwellenländern eher auf optimierte internationale Versandkosten als Produktpreise setzte. Eine Strategie, die sich ausgezahlt hat, so Moisant. Die Malediven sind für den in Washington ansässigen Einzelhändler „aufgrund ihrer günstigen Einfuhrsteuern und -zölle“ interessant.

China
eBay mag umsatzmäßig von Alibaba in China überholt worden sein. Dennoch bleibt das Internetauktionshaus eine gute Alternative, da Alibaba keine maßgeschneiderten Funktionalitäten oder auch keinen Kundendatenzugang bietet. Wer Tmall versucht, muss seine eigenen Logistik- und Marketinglösungen ausarbeiten. Angie Au-Yeung, Online-Verkaufsmanagerin der Luxusmarke Richemont, warnt vor dem weitverbreiteten Misstrauen vor Imitationen – sowohl von alltäglichen Gütern wie Toilettenartikel als auch von Luxusgütern – auf Marktplätzen wie eBay. „Der wichtigste Schritt ist immer eine offizielle Vertretung, eine klare Verankerung der Brands, sodass sie sich auf dem Markt unterscheiden, und die Aufklärung der Verbraucher“, sagt Au-Yeung. Der CEO des taiwanesischen Einzelhändlers Mayuki’s, Kuo Yi-Ling, empfiehlt unterdessen, unterschiedliche Profile für nahezu jede Provinz „einzustellen“. Die unterschiedlichen Verhaltens- und Ausdrucksweisen spielen beim Marketing eine wichtige Rolle.“

Russland
Fashion-E-Tailers haben in Russland gute Verdienstmöglichkeiten: 2013 waren die 25 meistgesuchten Marken auf Yandex (61 % aller Suchanfragen) allesamt Marken aus Übersee. Jeder E-Tailer ist gut beraten, wenn er die lokal bevorzugten elektronischen Währungen verwendet: Yandex Money, Webmoney und QIWI Wallet. PayPal wird erst seit Ende 2013 für lokale Transaktionen bereitgestellt.

Russen sind Intensivnutzer der sozialen Medien, weshalb überzeugende Marketingstrategien in den sozialen Medien zur Verstärkung der Marke und Suchergebnisse führen. Aber der Fokus richtet sich auf das Vereinigte Königreich, das mit fast 57 Millionen Nutzern, die täglich im Netz sind, alle anderen Länder hinter sich lässt (LiveInternet.ru). Facebook-Besuche sind dagegen gesunken: um 18 % zwischen 2012 und 2013 (ComScore).

Brasilien
Ihr brasilianischer Domainname sollte sowohl für mobile als auch feste Träger (PCs) geeignet sein. Nur 3,6 % der brasilianischen Transaktionen wurden im Juni 2013 über Mobilfongeräte abgewickelt (ebit Webshoppers). Differenzieren Sie sich von der Konkurrenz aufgrund einfacher und praktischer Retour-/Umtauschoptionen – und unterstreichen Sie diesen Shoppingkomfort in Ihrem Marketing. 7 von 10 Brasilianern, die E-Commerce-Einkäufe umtauschten, und 8 von 10 Brasilianern, die Artikel 2013 zurückgesendet haben, klagten über Komplikationen (ebit Webshoppers). Denken Sie daran, dass die brasilianische Kultur portugiesische, afrikanische, italienische, japanische Einflüsse, aber keine spanischen zählt. Übrigens klingt Portugiesisch aus Brasilien etwas anders als Portugiesisch aus Portugal. Lohnt sich ein brasilianischer Markenspezialist? Olga Martinez Garcia, Diageo-Marketingdirektorin für Lateinamerika, sagt, das Brasilien Trends in gewisser Weise überspringt. „Hier steigt ein völliger Technikneuling gleich beim Smartphone ein. […] Antizipieren Sie dieses Technologieverständnis und sorgen Sie für die richtigen Inhalte und Tools.“

Fazit
Weil Schwellenländer-Märkte schneller als die Märkte in den reifen Volkswirtschaften wachsen, können lokale Lieferanten die lokale Nachfrage häufig nicht erfüllen. Daraus ergeben sich für Neueinsteiger aus Übersee interessante Geschäftschancen. Ein vertrauenswürdiger Logistikpartner wie Landmark Global mit lokaler Präsenz und Niederlassung auf verschiedenen Kontinenten hilft Ihnen, die Hürden bei der Verwaltung, Logistik und bei kulturellen Unterschieden zu überwinden.

 

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