Ca. eine Trillion Euro: Dieser astronomische Umsatzrekord, so eMarketer, soll 2014 im globalen B2C-E-Commerce erreicht werden. Zu verdanken sei er fast ausschließlich der schnellen Entwicklung der Schwellenmärkte, so die Mitteilung auf der Website.

Für den weltweiten E-Commerce wird 2014 ein Schaltjahr  Erstmals werden die Konsumenten in Asien mehr Einkäufe online tätigen als die Nordamerikaner. Asien scheint sogar in der Lage, der USA als E-Commerce-Markt den Rang abzulaufen. eMarketer prognostiziert, dass der B2C-Online-Handel in Asien einen Umsatz von 385,10 Milliarden Euro generieren wird im Vergleich zu 353,86 Milliarden Euro in den USA.  Auf Platz 3 liegt Westeuropa mit erwarteten Online-Umsätzen von 274,60 Milliarden Euro auf dem B2C-Markt.

China auf der Überholspur
China steht für mehr als 60 % aller E-Commerce-Transaktionen in Asien. Bis 2017 soll dieser Anteil um 75 % wachsen. Deswegen ist China der zweitwichtigste E-Commerce-Markt der Welt, nach den USA. Aber das ist längst nicht alles.  Prognosen zufolge wird China die USA in den nächsten drei Jahren überholen.   Nicht zu vergessen: Der unaufhaltsame Durchbruch von Indien und Indonesien, die den E-Commerce-Boom in Asien noch verstärken.

Andere Wachstumsmärkte
Der E-Commerce boomt nicht nur in Asien. Andere Wachstumsmärkte stellen im globalen Vergleich neue E-Commerce-Rekorde auf. Die wichtigsten Herausforderer sind Argentinien, Mexiko, Brasilien, Kanada, Russland und Italien.

Erfolgsfaktoren
Welche treibenden Kräfte fördern die Entwicklung dieser Schwellenmärkte?  Ohne Ausnahme handelt es sich um Länder, in denen große Teile der Bevölkerung Zugang zum Internet haben und erstmals die Gelegenheit bekommen, online zu shoppen. Diese Entwicklung erklärt auch, warum die Märkte in Westeuropa und in den USA früher für reif waren und Wachstum schufen. In diesen Ländern ist das Internet seit Jahren weit verbreitet und das Wachstumspotenzial des E-Commerce hat bereits seinen Höhepunkt erreicht.

Nur die Spitze des Eisbergs
Der aktuelle Anstieg in Asien ist nur die Spitze des Eisbergs. Die Zahlen belegen diese Entwicklung. eMarketer zufolge werden die asiatischen Märkte 2014 46 % aller Online-Einkäufe tätigen. Dieser Anteil von 46 % wird gegenwärtig aber von nur 16,9 % der asiatischen Bevölkerung geleistet. Mit der zunehmenden Internetverbreitung in der asiatischen Bevölkerung bleibt ein riesiges Wachstumspotenzial für den Online-Handel vorhanden.

Westeuropa weiterhin ein Hauptakteur
Trotz seiner Reife bietet der westeuropäische Online-Markt noch gute Geschäftschancen. Das Potenzial erklärt sich insbesondere durch Innovationen und Trends wie die zunehmende Nutzung von Smartphones und Tablets für Online-Käufe. Im Vereinigten Königreich, in den Niederlanden und Frankreich stellt M-Commerce mehr als 10 % des gesamten E-Commerce-Umsatzes dar.

Omni-Channel bürgern sich ein
Eine andere bemerkenswerte Entwicklung ist die Tendenz zum Omni-Channel-Einzelhandel in Westeuropa. Die Fachhändler sind sich bewusst, dass die Trennlinie zwischen Online und Offline für den modernen Konsumenten unscharf geworden ist. Diese Feststellung zahlt sich jetzt aus. Verbraucher aus kleineren Ländern in Westeuropa neigen eher dazu, auf ausländischen Websites einzukaufen. Grund sind hauptsächlich die günstigeren Preise und das umfangreichere Angebot.

Außenseiter Italien
Der südeuropäische E-Commerce-Markt hat noch nicht den gleichen Reifegrad wie der E-Commerce-Markt in West- und Nordeuropa, weshalb in Spanien, Portugal, Griechenland und insbesondere in Italien große Chancen winken.  eMarketer bezeichnet Italien als einen Außenseiter in Europa. Die Dominanz der Fashionbranche ist beeindruckend. Kleidung ist das wichtigste Produkt auf dem italienischen E-Commerce-Markt, vor Büchern, Eintrittskarten und Telekommunikation.  Ende 2012 belief sich der E-Commerce-Umsatz in Italien auf 1,3 % des BIP, umgerechnet auf 1,600 Milliarden Euro.  Die Wachstumsmöglichkeiten sind unbegrenzt – von den 61,7 Millionen Italiener nutzen nur 63 % das Internet. Mit anderen Worten: Italien besitzt viel Potenzial für den Online-Handel.

Wie sieht‘s mit internationalen Lieferungen aus?
E-Commerce ist definitiv im Kommen. Unternehmen kommen nicht umhin, internationale Liefervereinbarungen abzuschließen, wenn sie ein Stück vom E-Commerce-Kuchen ergattern möchten. Wir werden dieses Thema in einem späteren Artikel eingehend erläutern. In diesem Augenblick sollten Sie sich merken, dass ein Blick über die Grenze sich lohnt, denn jenseits kann das Gras tatsächlich grüner sein. Unser Team ist in Stand-by und hilft Ihnen, Ihre internationalen Ambitionen zu verwirklichen!

 

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