Der unverminderte Anstieg des grenzüberschreitenden Online-Shoppings macht innovierende Lösungen für die Vereinfachung von Auslandseinkäufen zum herausragenden E-Commerce-Trend im laufenden Jahr. Fast die Hälfte aller Einzelfachhändler im Vereinigten Königreich (43 %) gab an, dass mittlerweile 21 bis 30 % der Online-Verkäufe international abgeschlossen werden (Channel Advisor: Multichannel E-Commerce Study, 2014). In Mexiko wiederum kauft jeder zweite (50 %) Mexikaner auf Websites im Ausland (WorldPay: Global Online Shopper, 2012).

Zahlungsmittel
Wechselkursrechner sollen auf E-Commerce-Plattformen nächstes Jahr hoch im Kurs sein. Sogar in der größten Volkswirtschaft der Welt, in den USA, bieten 68 % der Online-Geschäfte noch immer keine Zahlungsmöglichkeit in lokalen Währungen an (Digital River World Payments: The Localization Challenges that Face Today’s Online Merchants, 2012). Preise in mehreren Währungen zeigen dem Kunden den Zahlungsbetrag in seiner eigenen Währung, bevor sich zum Kauf entschließt.

Steuerberechnungsanwendungen gestalten das Pricing 2015 noch transparenter. Sie berechnen die Steuern und Zölle für das jeweilige Produkt, abhängig von den Kosten und dem Standort des Kunden. Beim  Delivered Duties Paid (DDP) oder „Geliefert verzollt“ übernimmt der Verkäufer nicht nur die Lieferung, sondern zahlt auch alle Steuern und Zölle. Auch das führt zu klareren Preisen.

Denken Sie daran, dass die Markteroberung ins Stocken geraten kann, wenn internationale Kreditkarten das einzige Zahlungsmittel sind. In Südkorea beispielsweise, wo 45 Millionen Zahlkarten für den ausschließlichen Inlandsgebrauch im Umlauf sind, würden einem ausländischen E-Tailer 80 % des Markts entgehen (Digital River World Payments: The Localization Challenges that Face Today’s Online Merchants, 2012). Vor diesem Hintergrund werden viele E-Tailer in den nächsten 12 Monaten allmählich  lokale Zahlungsmittel anbieten.

Ortsbekannte, alternative Zahlungsmittel, für die keine persönlichen Kartennummern verlangt werden, schützen den Kunden auch gegen Betrug. Eine zunehmende Anzahl Websites wird Onlinebezahldienste wie Alipay und Tenpay in China, wo Betrug weit verbreitet ist und 56 % der Käufer die Transaktionssicherheit als Schwerpunkt bezeichnen (Visa, 2013), einführen.

Fulfillment vor Ort
Da zahlreiche Unternehmen mehr als 50 % ihres Umsatzes auf ausländischen Märkten erwirtschaften (Javelin Group: International eCommerce Operations), versuchen kleine Online-Handelsgeschäfte verstärkt, Einzelhandelsgiganten nachzueifern, in dem sie ausländische Fulfillmentaktivitäten aufrichten entweder mit Partnern oder auch im Alleingang.

Eine zentralisierte Auftragsabwicklung, wobei die Ware international von einem einzigen Land aus vertrieben wird, bedeutet für den Verbraucher längere Lieferzeiten.
Online-Unternehmen müssen nicht nur die Komplexität dezentralisierter Lagerbestände bewältigen. Logistikbetriebe mit einer Präsenz vor Ort und entsprechender Expertise können die Lagerbestände und Bestellungsaufträge für sie verwalten. Dadurch sparen sie die hohen Startkosten für den Kauf von Räumlichkeiten und die Einstellung von Personal ein oder schützen sich vor unnötigen Lagerkosten, sollte die Nachfrage schwinden.

Maßgeschneiderte internationale Zustellung
Das Universalmodell ist out. Mit dem richtigen Versandpartner und seinem breitgefächerten Angebot an Versandoptionen ist der erfolgreiche E-Tailer in der Lage, seinen Kunden eine größere Servicebreite zu bieten, darunter automatische Abhol-/Rücknahmeoptionen in Zusammenarbeit mit zentral gelegenen Einzelhändlern und Lieferungen an die entferntesten Orte.

End-to-end-Sendungsverfolgungen werden stets effizienter. Der Kunde kennt nicht nur Datum und Uhrzeit der Zustellung und den Ort, an dem sich sein Paket befindet, sondern er kann, ggf. noch kurzfristig, die Lieferzeit und Lieferbestimmungen ändern.

Fazit
Hersteller ziehen ausländische Firmen häufig den einheimischen Dienstleistern vor. Nicht nur der Kenntnisse sondern auch des Services wegen. So stellt beispielsweise eine 1-%ige Währungsaufwertung im Asien-Pazifik-Raum, dem größten E-Commerce-Markt der Welt, (Asia Pathways: Asian Development Bank Institute, 2014), dessen Verbraucher die Effizienz internationaler Lieferketten zu schätzen wissen – generiert einen 0,6-%igen Anstieg der eingehenden Post (Asia Pathways: Asian Development Bank Institute, 2014).

E-Commerce-Websites, denen es gelingt, die grenzüberschreitende Shopping-Erfahrung zu vereinfachen, werden 2015 davon vermutlich am meisten profitieren.

 

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